Geben & Nehmen, ist jetzt Geben oder Nehmen die Herausforderung? Wen betrifft das nicht? Ich kenne Menschen, die Geben, Geben, Geben…bis sie ausgelaugt sind.
In der nordischen Mythologie wird das Thema in der Edda (Hávamal) behandelt. Und dort wird klar gestellt, dass Geben etwas wirklich Gutes ist, aber dass das Nehmen wohl überlegt sein sollte.
Denn: alles sucht nach Ausgleich!
Gab & Gegengabe besiegelt Freundschaft!
Also überlegt gut, von wem ihr Gaben annehmen wollt, denn ihr müsst für das Angenommene einen Ausgleich zahlen, ob ihr wollt oder nicht.
Am Besten geht das vielleicht über die Vorstellung, ob man diesem Menschen auch gerne Geben möchte, um einen Ausgleich zu schaffen!
Nun, die Edda unterscheidet sich von dem christlichen Ansatz, wenn du geschlagen wirst, so halte die andre Wange hin. Auch hier gilt es zurückzugeben. Im Hávamal steht, dass man Hohn mit Hohn erwidern soll und Losheit (Lüge/Betrug) mit Lüge (Strophe 41).
Mir scheint, als leite die Edda Karma in Echtzeit an. Nun, wenn alle sich so verhalten, ist es ja auch nichts überraschendes? Vieles daran erinnert mich schon an das Sein im Hier & Jetzt in unserer Gesellschaft.
Überholt? Wie sieht es mit dem Christusbewusstsein aus?
Licht bringen, wo Dunkelheit herrscht?
Alice Miller beschreibt in ihren Büchern etwas, dass mich bis heute beschäftigt: Ein Kind, das willkürlicher Gewalt, Demütigung oder seelischer Kälte ausgesetzt ist, ist diesem Leid nicht zwangsläufig hilflos ausgeliefert – selbst dann nicht, wenn es die Gewalt nicht direkt beenden kann. Entscheidend ist, ob es wenigstens eine Beziehungsperson gibt, die sich anders verhält.
Nun, ihr merkt meinen Zwiespalt vermutlich……