4. Rauhnacht 25./26.12.19

Ahnen Geflüster

 

Letzte Nacht schlief ich sehr schlecht, immer wieder wach und sehr unruhig. Im Traum bewegte ich mich mit einer Gruppe Menschen durch vermüllte Straßen, besiedelt mit versoffenen Menschen. Wir zogen durch und weiter……

Heute war ich in der Dämmerung an einem Königsgrab in der Altmark. Dies stammt noch aus der Megalithkultur ca. 3000 Jahre vor unserer heutigen Zeitrechnung. Versteckt im Wald, Ruhe, Raben getöne. Ich nehme Kontakt auf mit meinen Ahnen. Auf einmal sehe ich Rituale, Opferrituale. Und ich spüre die allgegenwärtige Angst meiner Vorfahren und das Bedürfnis, dieser Angst mächtig zu werden. 

Die Angst, das die Sippschaft den Winter nicht überlebt. Das Krankheiten die Kinder dahin raffen, Gebärende nicht überleben. Kälte, Frost, Hunger. Ich spüre die Hoffnung, durch Blutopfer das alles Wenden zu können, Täter zu werden, um die Ohnmacht zu besiegen. Ich spüre wie die Hoffnung das Leben erhält.

Und ich danke meinen Ahnen, das sie diesen Weg vor mir beschritten haben, das ich hier und heute von ihrem Bewusstwerdungsprozeß profitiere und diesen Weg nicht mehr gehen muss. Und ich danke ihnen für ihren Mut, der auch in mir weiter lebt und mir hilft, neue Wege zu beschreiten. Und auch ich werde für nachfolgende Ahnin sein. Möge auch ich Bewusstsein schaffen, an das meine Nachkommen anknüpfen können! Ahó!

UR

„Das in der Vergangenheit verursachte Schicksal – singt Urd

muß in der Gegenwart gewendet werden, – singt Werdandi

wenn in Zukunft keine Schuld verbleiben soll.“ – singt Skuld

3. Rauhnacht 24./25.12.19

Schreie in der Nacht

Letzte Nacht hat sich jemand zu Wort gemeldet: ein kleiner Junge. Die Rune Fa und die Samhain Schwitzhütte haben mir das Bewusstsein für diese Energie geöffnet, jetzt kann ich ihn sehen, und sein (mein) Leid bewusst spüren, es war immer da. Ob es (m)ein Seelenanteil ist oder ich etwas für meine Ahnen trage, das weiß ich noch nicht. Die Heilarbeit kann jetzt beginnen: Gesang und Trommelschlag werden weitere Nebel lüften. Ich bin noch ganz überwältigt von der Energie, die sich mir offenbart. Es öffnen sich völlig neue Räume, voller Zärtlichkeit und Liebe, die ich bisher nicht wahrgenommen habe. Was für ein Segen!

2. Rauhnacht 23./24.12.19

Göttin Maat – Göttin Iduna

Ich frage mich, was hindert mich daran loszulassen? Das Orakel antwortet mir mit der Energie MAAT. Ok, ich begebe mich auf die Spurensuche. Die Göttin Maat ist eine ägyptische Göttin. Das (Schuld-)Gewicht der verstorbenen Seelen misst sie mit einer Feder. Sie sagt mir: Da wo du jetzt im Hier stehst, das hast du dir selber erträumt. 

Sie hat recht. Nur das ich inzwischen andere Träume habe.

Ich suche weiter, den Spuren entlang. Und treffe auf IDUNA. Sie ist das nordische Pentant zu Maat. In den Überlieferungen findet man nicht viel zu ihr, wie auch. Die Texte wurden von christlich erfolgreich missionierten Menschen verfasst. Da hat die große Göttin keine Relevanz mehr. Oder besser: sie wird zur kindlichen Naivität degradiert.

Ich werde fündig bei Freya Aswynn „Die Blätter von Yggdrasil“. Das Buch ist ein wahrer Schatz für jeden Suchenden der nordischen Mythologie.

IDUNA ist älter als die Asen, und sogar älter als die Wanen. Ihre Äpfel spenden den Göttern Langlebigkeit (wer erkennt das Pentragramm?). Ohne sie gedeiht nichts. Sie zieht sich während der Ragnarök an die Wurzeln von Yggdrasil zurück und verschwindet von der Erde, um nach dem Weltuntergang wieder mit neuem Leben zurückzukehren! Wie geil ist das denn!

Ich freue mich auf dich IDUNA, heute Nacht in meinen Träumen…..

1. Rauhnacht 22./23.12.19

Welches Rauhnacht-Ritual soll es denn nun sein?

Jede Nacht einem künftigen Monat zuordnen, mit der entsprechenden Energie aus der Astrologie? Oder Kartendeck-Orakel, für jeden Monat des neuen Jahres? Irgendwie passt das nicht für mich. Zu statisch. Zu viel Konzept.

Dieses Jahr möchte ich in jede Nacht hineinfühlen, ohne vorgefertigtes Herangehen. Was sagt sie mir, was spricht die Anderswelt, dessen Nebel sich jetzt lüften?

Gestern, in der ersten Nacht, war es dann ganz klar, was bei mir ansteht: mich meinem gerade in Transformation befindenden Thema zu widmen.

Meine Bitte an die Anderswelt war dann auch schnell formuliert: Bitte schickt mir klare Träume, Träume die mir meinen Weg weisen, die mich vorbereiten und mir Mut machen, die nächsten Schritte zu gehen.

Träume sind schon immer MEIN Mittel zur Transformation gewesen. Sie haben alle wichtigen Schritte angekündigt, geweissagt. Und auch diesmal war Verlaß. Ich hatte klare, erinnerbare Träume und doch verstehe ich einiges noch nicht. Das ist nichts ungewöhnliches. Die Zeit wird alles integrieren und ans Licht bringen. Darauf vertraue ich, weil ich es so kenne und erlebe. Ahó

Rauhnächte

Gibt es sie denn wirklich, die Rauhnächte?

Und wenn ja, wann finden sie denn nun statt?

Ab der Wintersonnwende 21./22.12., oder doch erst ab dem Weihnachtstag 24./25.12.?

Das beschäftigt mich schon seit Wochen.

Überall ist zu lesen, das sie die Zeit zwischen den Jahren repräsentieren.

Zwischen den Jahren? Ja, die Differenz zwischen Sonnen- und Mondjahr. 365 – 354 ergibt 11 Nächte. Eine einfache Rechnung?

Ich finde das macht Sinn. Unsere Ahnen, jedenfalls die „einfachen“ ohne astronomische Werkzeuge, orientierten sich an den Mondphasen, um Orientierung und Verabredungen in der Alltäglichkeit treffen zu können. Natürlich kannte man die Sonnwenden, das tropische Sonnenjahr. Zur Bestimmung wurden u. a. Steinkreise aufgebaut, um die Zeiten messen zu können (z. b. Stonehenge). In der nordischen Mythologie wurde der Beginn des neuen (Mond-)Jahres an der Wintersonnwende festgelegt: der erste Vollmond nach der Wintersonnwende war Neujahr und der Termin für das Distings, das Treffen aller Clans in der Region, Marktfest und Rechtsprechung. Und dann kamen die Römer und der julianische Kalender wurde geboren. Das Mondjahr gepresst ins Sonnenjahr. Hat nur schlecht funktioniert. Papst Gregor hat dann Abhilfe mit vielen schlauen Rechenkünstlern geschaffen: der gregorianische Kalender war geboren und der Mond war verschwunden, die Sonne dominierte. Das Volk wird aber noch nach dem Mondkalender gelebt haben. Die „tote“ Zeit wurde belebt, mit den Ahnen und Geistern, mit Odins Heer, mit den Perchten.

Folgen wir der Annahme, die Rauhnächte sind die Zeit zwischen den Jahren. Zwischen Sonnen- und Mondjahr. Müssten sie dann nicht eigentlich zwischen der Wintersonnwende und dem ersten Vollmond danach liegen? Das wäre dieses Jahr eine sehr lange Zeitspanne, von der Nacht des 22./23.12.19 bis 10.01.20 = 19 Nächte. Letztes Jahr wäre es allerdings nur eine Nacht gewesen: Sonnwende am 21.12.18, Vollmond am 22.12.18.

Mir persönlich gefällt diese Dynamik. Es zerschießt einfach mal alle Konzepte. Und fordert auf hinzuspüren, was wirklich im Hier & Jetzt ist. Aber ich vergaß: Zeit ist doch nur eine Illusion!

FA

 

 

Hier beginnt die Evolution der Menschheit. Fast.

Nachdem die Urmutter, die große Göttin am Anfang stand, gebar sie den namenlosen Phallus. Die Dualität begann.

FA ist schon ein Schritt weiter, die erste Personifizierung des Männlichen.

FA repräsentiert die Zeit der keltischen Kultur, in der der keltische Hirschkönig (noch) der Urmutter dient und ihr bedingungslos treu ist. Eine Zeit, in der keltische Druiden, die Drachenkraft „im Griff hatten“.

FA repräsentiert bei den Wikingern den germanischen Gott Freyr.
Der unbewusste Phallus, noch mit einem Fuß im Hügel der Erdgöttin, der großen Urmutter, noch an der Nabelschnur hängend…..

…..das Bewusstsein aber schon drängend nach oben: Kundalini steigt vom Wurzelchakra zum Halschakra. Hier ist der Beginn dieser Reise, das Ziel noch lange nicht erreicht.

FA erzählt vom Beginn der Evolution unserer menschlichen Bewusstwerdung.

FA = Der Vater, auch der unerlöste Vater.

„Die Lieder kann ich, die keine Königin weiß
und niemandes Nachkomme:
Hilfe heißt das erste, es wird helfen dir
in Not und Nachstellung.“

Die Abnabelung von der Mutter. Ein wichtiger erster Schritt!

Vollmond im Oktober

Der 13. Mond und Ishtar

Die Zeit ist da, zum Innehalten. Draußen wird es kälter, dunkler, nebliger. Das Holz sollte für den Winter fertig sein, der Garten geerntet und konserviert. Noch finden wir Äpfel auf den Streuobstwiesen, die Bäume schenken uns ihre Früchte. Und der Wald. Auch er will uns ernähren. Genug für eine leckere Pilzpfanne mit Semmelknödel!

Ich merke wie ich ruhiger werde. In mich kehre. Mich konzentriere auf das Wesentliche. Was hat der vergangene Sommer gebracht? Was möchte nun reifen und transformieren? Was blüht nochmal auf wie die letzten warmen Tage?

Ich freue mich auf die langen Abende, Zeit um zu orakeln, den Glühwein zu genießen und in der Begegnung mit Freunden oder Familie die Dunkelheit zu füllen.

Und schon fühlt es sich an wie die Vorbereitung auf die Wiederkehr des Lichts….. und ich meine damit nicht die ersten gefüllten Regale mit Weihnachtswaren.

Der 13. Mond

Dieses Jahr „gibt“ es einen 13. Mond, dieses Jahr hat er SEINEN Raum, nicht wie oft nur zwischendrin. Bisher habe ich die Monde von Beltaine zu Beltaine gerechnet. Nach der großartigen Luisa Francia. Ihr Bücher begleiten mich seit über 20 Jahren und waren oftmals die einzige Quelle für mich hin zu den Wurzeln meiner Weiblichkeit. Sie half mir, zu erkennen, zu erfahren. Meine weiblichen Quellen anzuzapfen. Dafür sei ihr gedankt!

Salome – eine Tempel-Priesterin der Ishtar

Luisa Francia ordnet dem Mond die Energie Salomes zu. Salome war eine von drei Tempelpriesterin am Hof von Herodes (um 73 v. Chr). Die Mythen um sie symbolisieren für mich den Wechsel vom alten Glauben an die große Göttin, hin zu dem Glauben an den einen großen Gott. Der Übergang, wo Avalon im Nebel versinkt.

Sie war eine von drei Hohepriesterinnen des Tammuz-Ishtar-Kultes. Ihr legendärer Schleiertanz war die Darstellung vom Tod des Königs, seines Abstieges in die Unterwelt und seine Errettung durch die Göttin. Sieben Schleier für sieben Pforten in den Tempel Jeru-Salem.

Salome verköperte die Ishtar als Tempel-Hure. Das Wort „Hure“ nicht in den uns heutigen Begrifflichkeiten zu werten ist nicht einfach.

Ishtar war als große Göttin HAR die Mutter aller Huren. Zu „ihrer“ Zeit war der Harem ein Frauentempel und Heiligtum. Prostitution im Sinne von sinnlicher Magie „milderte das Benehmen der Männer“ und so sagte Ishtar: „Eine barmherzige Prostituierte bin ich.“ Prostituierte nahmen einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert ein, genossen hervorragende Bildung und wurden ab und an sogar Königinnen. Sogar die Sufis erkannten: „In der Vagina des Weibes liegt Heilung.“

Und was hat das nun alles mit uns, mit dem 13. Mond zu tun? Sofort fällt mir ein: der 13. Mond liegt im Nebel, nur alle paar Sonnenjahre hat er Raum. Die 13. Fee bringt den Tod, oder eben den 100 jährigen Schlaf. Freitag der 13. ist angeblich ein Unglückstag. Und genau so ergeht es der weiblichen Sexualität. Sie ist solange geduldet, wie sie den Mann befriedet. Da sind wir zwar scheinbar noch im selben Space wie zu Ishtars Zeiten. Der Unterschied: Damals waren die Frauen mit ihrer Lust autark. Sie hatten ihren eigenen Tempel und waren nicht im Schlafzimmer des Ehemannes „eingesperrt“.

Ich weiß verehrte Leser, zumindest in Deutschland können sich Frauen seit 1976 von ihrem Ehemann scheiden lassen, ohne das dieser sich etwas zu Schulde hat kommen lassen. Aber wie sieht es in unseren Köpfen aus? Was halten wir von einer Frau, die ihre Lust lebt und sich nicht an einen Partner/Partnerin bindet oder oft wechselt?

Für mich bringt die 13. Mondenergie den Fokus auf meine noch im Nebel liegenden Schattenanteile. Wo unterdrücke ich die Lebendigkeit? In mir und anderen? Eine Spurensuche auf den Schlangenpfaden…..

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